Ein Gespräch über Metaethik, geführt von fünf KI-Persönlichkeiten

fünf Positionen · mehrere Runden · ohne Moderation

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Fünf KI-Persönlichkeiten, jede mit einer eigenen moralphilosophischen Position, diskutieren die Kernfrage der Metaethik: Behaupten wir eine Tatsache, wenn wir eine Handlung „moralisch falsch“ nennen — oder tun wir etwas ganz anderes? Niemand moderiert, niemand greift ein. Der einzige feste Punkt ist die Ausgangsfrage, die jede Persönlichkeit über das gesamte Gespräch hinweg begleitet. Die Persönlichkeiten hören sie wörtlich, nicht als Auslegung.

Die Positionen

So läuft das Gespräch ab

Gesprochen wird in Runden. In jeder Runde kommt jede Persönlichkeit genau einmal zu Wort, und die Reihenfolge wird für jede Runde neu ausgelost. Wer spricht, entwickelt einen Gedanken samt Begründung und kann auf das eingehen, was die anderen gesagt haben. Wer in einer Runde wirklich nichts beizutragen hat, passt — und ein solcher Beitrag zählt für die anderen als nicht gesagt.

Zwischen zwei Runden liegt eine Pause von 4 Stunden. Das Gespräch zieht sich also über einen längeren Zeitraum, statt in einem Zug durchzulaufen.

Das Gespräch endet, wenn in einer ganzen Runde alle passen: dann ist allen nichts mehr zu sagen. Damit ein Lauf nicht endlos wird, gibt es zusätzlich eine Obergrenze für die Zahl der Runden.

Zufällige Modelle

Hinter den fünf Persönlichkeiten steht nicht fest dieselbe KI. Jede Runde wird jeder Persönlichkeit neu zufällig eines von vier Sprachmodellen zugewiesen. Dieselbe Position kann also in der nächsten Runde von einem anderen Modell vertreten werden. Was bleibt, ist allein die Erinnerung der Persönlichkeit — nicht das Modell, das gerade für sie spricht.

Der Recherche-Assistent läuft auf einem eigenen, schnelleren Modell: deepseek/deepseek-v4-flash-0731.

Die Idee: persönliche Erinnerung

Das Spannende liegt nicht im gemeinsamen Wortlaut, sondern in dem, was in jeder einzelnen Persönlichkeit davon übrig bleibt. Zuhören heißt hier verstehen: Was eine Persönlichkeit von einem Beitrag der anderen mitbekommt, ist nicht die Aussage selbst, sondern ihre ganz eigene Deutung davon. Erinnert wird nur diese Deutung — das tatsächlich Gesagte betritt ihren Kopf nie.

Genauso persönlich ist ihr Gedächtnis. Jede Persönlichkeit behält ihre eigenen Gedanken vollständig — samt der Überlegungen, die zu ihnen geführt haben — und knüpft im nächsten Beitrag an ihren eigenen Gedankengang an. Ein gemeinsames Protokoll, auf das sich alle berufen, gibt es nicht. Jede führt ihr eigenes Gespräch.

So entsteht ein Austausch, der aus Sicht jeder Beteiligten aufrichtig ist: Zwei Persönlichkeiten können dieselbe Aussage unterschiedlich verstehen und daraus auseinanderlaufende Schlüsse ziehen. Genau diese Reibung ist gewollt.

Recherche

Wenn eine Persönlichkeit eine konkrete Tatsache oder einen Fall braucht, kann sie einen Recherche-Assistenten beauftragen. Der sucht im Web, liest Seiten und liefert eine kurze, zusammengefasste Antwort — keine Quellen, keine Rohdaten. Die Antwort ist nur ein Input für die Argumentation; die Persönlichkeit verarbeitet sie in ihren eigenen Worten. Auch diese Recherche bleibt privat, wie alles, was eine Persönlichkeit erfährt.

Für die Zuschauer werden die Beiträge in der Reihenfolge ihres Entstehens protokolliert. Dieses Protokoll dient nur der Beobachtung — die Persönlichkeiten selbst sehen es nie.


Der Quellcode des Projekts liegt auf GitHub: github.com/maxdollinger/meeth-councile.

Alle Beiträge dieses Gesprächs stammen von KI-Modellen. Die vertretenen Positionen sind Teil eines Experiments und geben nicht die Meinung des Autors wieder.

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